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In Hinzert- Pölert wird viel gebaut

TV-Serie Otrsbürgermeister nennen Projekte für 2021

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Ortschefs beteiligen sich an Fernunterricht

Die Viertklässler der Grundschule Beuren (Klassen 4a und 4b) haben an zwei  Videokonferenzen der besonderen Art teilgenommen.

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15.12.2020 10:09

Eine Krippe quer durchs Zimmer

Wolfang Jonas aus Hinzert baut eine riesige Weihnachts-Krippe

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Wanderverein Königsfeld Pölert

Verein wandert rund um Pölert im Hochwald

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Duo Beeschtebaenner

03.03.2016 21:41 (Kommentare: 0)

Beeschtebænner – „Ganz discht“

Folk auf Hinzerter Platt

Sa., 19.3.2016, Hermeskeil, Buchhandlung Lorenzen, 20.00 Uhr

 

„Beeschtebænner“, zu Hochdeutsch „Bürstenbinder“, nennt man in Hochwälder Mundart lebendige kleine Kinder, die sich durch Gewitztheit auszeichnen. Der Ausdruck „fräaßen wëi ë’ Beeschtebænner“ kommt vermutlich daher, dass der Beruf des Bürsten- oder Besenbinders früher oft von Menschen ausgeübt wurde, die in ärmlichen Verhältnissen lebten, und sich reichlich bedienten, wenn es denn mal etwas zu essen gab. Darüber hinaus praktizierten sie ihr Handwerk meist als Wandergewerbe und waren wie andere Hausierer bei der sesshaften Bevölkerung nicht sonderlich gern gesehen. Sie waren Außenseiter.

 

Beeschtebænner, mit allem, was den Begriff ausmacht und was teils auch auf fahrende Künstler früherer Zeiten angewandt wurde, nennt sich nun ein aus Hinzert stammendes Musikduo, das sich vor allem den Dialekt des Hochwälder Platt auf die Fahne geschrieben hat. Unterlegt mit einem Stilmix aus keltischem Folk, Deutschfolk, Blues und akustischem Rock, entsteht dabei eine reizvolle und seltene Mischung, die thematisch die Welt im Mikrokosmos des Lokalen sucht. Mal ernst, mal humorvoll geht es um die Unwägbarkeiten ländlichen Lebens, junge Männer, die nicht den dörflichen Konventionen entsprechen, Felsen, die sich bei Gewitter in Hexen verwandeln, unverhoffte Begegnungen während der Nazizeit, herbstliche Endzeitstimmung oder das Übertreten von Schwellen, wonach nichts mehr ist, wie es vorher war. Universelle Themen wie Liebe und Krieg kommen genauso wenig zu kurz wie die gesellschaftspolitischen Verhältnisse kritischer Betrachtung unterzogen werden.

 

Ralph und Stefan Backes, Mitglieder der Folkrockband Why didn’t they ask Evans?, wollen mit diesem Projekt die mundartliche Ausrichtung ausbauen und nachhaltig vertiefen, dass man auch im Dialekt ernsthafte, nachdenkliche und inhaltlich anspruchsvolle Musik jenseits karnevalistischer Ausprägung machen kann. Gleichzeitig soll das Bewusstsein dafür wachgehalten werden, dass das Hochwälder Platt eine vom Aussterben bedrohte Ausdrucksweise ist. Ein Schicksal, das das Moselfränkische generell mit anderen regionalen Mundarten, aber auch etwa den keltischen Minderheitensprachen teilt, was den Kreis zum Rückgriff auf keltische Musiktraditionen schließt. Beeschtebænner haben nicht zuletzt sämtliche Stücke von Ënn ëmm klænen Dòrf im Gepäck, dem jüngsten Minialbums ihrer Band Why didn’t they ask Evans?, das im Fachmagazin Folker beste Kritiken erhielt, in der Landesschau des SWR-Fernsehens vorgestellt wurde und in der Liederbestenliste für Aufsehen sorgte. Darüber hinaus gibt es weiteres Material in Mundart, manches aber auch auf Hochdeutsch oder Englisch.

 

Beeschtebænner geben ihr erstes Konzert als Duo unter diesem Namen am 19. März in der Buchhandlung Lorenzen in Hermeskeil. Karten gibt es in der Buchhandlung oder unter 0151-64598494 sowie via beeschtebaenner@posteo.de.

 

VVK und AK 6/8 Euro, Karten in der Buchhandlung Lorenzen

Kontakt: 0151-64598494, beeschtebaenner@posteo.de

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