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Vorbildliches Wegenetz und schnellere Datenleitungen

22.02.2016 22:06 (Kommentare: 0)


(Hinzert-Pölert)
Wegeausbau mit Geld der EU und der Kreis-Stiftung Zukunft? In Hinzert-Pölert ist das tatsächlich sinnvoll. Denn die Wege sollen die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, die nun auch schnellere Datenleitungen erhält, an das überregionale Rad- und Wanderwegenetz anbinden.

Foto: Ursula Schmieder (urs)

Foto: Ursula Schmieder (urs) (Ortsbürgermeister Mario Leiber zeigt anhand eines Fotos seinen Standpunkt mit Blick auf die Gedenkstätte (zwischen den Wäldchen oben im Bild). Der rot markierte künftige Radweg schließt die Lücke zwischen Tannenhof (rechts im Bild) und der Landesstraße Reinsfeld-Beuren (Bildecke unten links).TV-Foto: Ursula Schmieder

Hinzert-Pölert. Zwei Wegstrecken - zwei Fördertöpfe. Das klingt plausibel und lässt für Hinzert-Pölert die Finanzierung eines lang gehegten Vorhabens in greifbare Nähe rücken. Schon seit Jahren möchte die Gemeinde relativ kurze Abschnitte zweier besonderer Wirtschaftswege ausbauen: einen 500-Meter-Lückenschluss eines Rad- und Wanderweges vom Pölerter Kapellchen zur Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert und einen Stichweg zum alten Steinbruch. Beide Vorhaben sind ein Stück Gedenkarbeit. So könnten Besuchergruppen künftig per Bus zum ehemaligen KZ-Friedhof gelangen und zum Steinbruch, in dem Häftlinge Schwerstarbeit leisten mussten. Der Radweg soll 50 000 Euro kosten, der vor allem von Fußgängern genutzte Stichweg 17 500 Euro. Die Gemeinde allein könnte das nicht stemmen. Daher werden seit vier Jahren Alternativen besprochen - und immer wieder verworfen. Doch nun scheint der Königsweg gefunden zu sein. Nach Vorgesprächen mit allen Beteiligten stellt die Gemeinde nun zwei Zuschussanträge. Für den Radweg hofft sie auf Geld aus dem Leader-Programm der Europäischen Union, für den Fußweg auf Unterstützung der Stiftung Zukunft des Kreises Trier-Saarburg. Beide könnten im günstigsten Fall bis zu 75 Prozent der Kosten übernehmen. Sollten sie das tun, müsste die Gemeinde selbst noch knapp 17 000 Euro, davon 4375 Euro für den Fußweg, zahlen. Ein dicker Brocken für einen Ort mit knapp 300 Bürgern wäre das dann zwar immer noch. Doch dafür wären dann beide Ortsteile, ebenso wie die Gedenkstätte, ans überregionale Rad- und Wanderwegenetz mit Saar-Hunsrück-Steig und Ruwer-Hochwald-Radweg angeschlossen.

Bereits finanzielle Unterstützung zugesagt hat die Landeszentrale für politische Bildung. Sie will nicht nur Kosten wie für das Freischneiden des zum Steinbruch führenden Weges übernehmen. Denn darüber hinaus trägt sie Mehrkosten für ein schnelleres VDSL-Datennetz. Das Land übernimmt 25 000 Euro, die Gemeinde 5000 Euro von gesamt 30 000 Euro. Diese fallen an, weil ansonsten der Ortsteil Hinzert und die Gedenkstätte mit lahmen Leitungen leben müssten. Stattdessen wird der Energieversorger RWE nun zwei Multifunktionsgehäuse installieren, eines in jedem Ortsteil. Sie werden mit schnellen 50 Megabit versorgt, die Gedenkstätte mit 16 bis 25 Megabit.
Dass nun endlich finanzierbare Lösungen in Sicht sind, ist insbesondere Mario Leiber zu verdanken. Als Ortsbürgermeister ließ er nicht locker und fragte hartnäckig immer wieder an in den Behörden. Dabei hatte er als Mitarbeiter der Gedenkstätte auch die dort geplanten Neuerungen (der TV berichtete) im Blick. Das ehemalige Häftlingsgelände soll mit Hilfe digitaler Technik besucht werden können. Schon deshalb sei dort ein deutlich schnelleres Datennetz dringend erforderlich, erklärt Leiber.

Zu den sich abzeichnenden Verbesserungen passt es gut, dass Hinzert-Pölert nun nicht mehr über eine private, sondern eine Gemeinde-Internetseite erreichbar ist: www.hinzert-poelert.de

Mit der vom Rat beschlossenen Beschäftigung einer Reinigungskraft für beide Bürgerhäuser wird zwar die Nutzungsgebühr um je 50 Euro steigen. Doch dafür werden die Mieter künftig weniger Arbeit haben. Ebenfalls beschlossen ist ein Begrüßungsschild, entsprechend dem in Hinzert, für Pölert. Außerdem wird am Pölerter Bahnhof, der halb zu Reinsfeld gehört, eine neue Buswartehalle errichtet, deren Kosten sich die Gemeinden teilen. urs

Quelle: volksfreund.de | Montag, 22. Februar 2016

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