Aktuelle Nachrichten

26.07.2019 12:26

Informationsveranstaltung der Ortsgemeinde Hinzert-Pölert

Baumaßnahme in "Hirtenweg", Ortsteil Hinzert
Auftragsvergaben sind Thema im Rat.

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26.07.2019 12:24

Sitzung des Ortsgemeinderates Hinzert-Pölert

Straßenteilausbau "Hirtenweg" ist Thema im Rat.
Auftragsvergaben sind Thema im Rat.

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01.07.2019 21:27

Jubiläum

Ein Fußweg soll die Verbindung festigen

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27.06.2019 11:59

Ortsgeschichte als Chance für die Zukunft

Eine Woche vor der Feier „50 Jahre Hinzert-Pölert“ stellte Dittmar Lauer den dritten von vier geplanten Chronik-Bänden vor.

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22.06.2019 13:22

Feierlichkeit:

Hinzert-Pölert feiert goldene Hochzeit

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28.05.2019 23:31

Kommunalwahlen 2019

Ergebnisse in Hinzert-Pölert

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Rückblick auf 50 Jahre Hinzert-Pölert

Der Spatenstich zum 50. von Hinzert-Pölert trägt der Geschichte und der Zukunft der Doppelgemeinde Rechnung

tl_files/Bildergalerie/Presse/TV/2019-07-01_OG-Pressefoto_TV.jpgFür den ersten verbindenden Fußweg zwischen Hinzert und Pölert greifen zum Spaten (von links): die Ortsbeigeordneten Marion Kropidlowski und Lutwin Loch, Landrat Günther Schartz, Bürgermeister Hartmut Heck, Ortsbürgermeister Mario Leiber und Dieter Burgard, Vorsitzender Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert. Foto: Ursula Schmieder

Von Ursula Schmieder

Das Jubiläumsfest „50 Jahre Hinzert-Pölert“ machte es für Bürger wie Besucher deutlich: Aus dem einst aufgezwungenen gemeinsamen Weg ist ein gelebtes Miteinander geworden. Ortsbürgermeister Mario Leiber nutzte das Fest, um Menschen zu würdigen, die in dieser Hinsicht in dem 300-Einwohner-Ort mit gutem Beispiel vorangehen. Die Helfer, die es schafften, rechtzeitig zum Jubiläum zwei neue Spielgeräte, darunter ein Klettergerüst mit soliden Fundamenten, auf dem Spielplatz aufzustellen, nannte er ebenso wie Aktive von Fest- und Dorfentwicklungsausschuss, Gemeinderat, Vereinen und Feuerwehren. Ein ganz besonderer Dank gebühre „unseren Chronisten Dittmar Lauer“. Zum Jubiläum erschien der zweite von vier geplanten Bänden (der TV berichtete). Für seine „hervorragende und wertvolle Arbeit“, die er zudem ehrenamtlich erbringe, überreichte Leiber im Namen des Gemeinderates einen Gutschein für eine Reise – mal nicht in irgendein Archiv. Abschließend warf Leiber einen Blick „zurück und nach vorne“. Es gelte, auf diejenigen zu schauen, „die die Geschichte der Gemeinde geprägt haben“, zugleich aber auch, in die Zukunft zu blicken, um „den hier lebenden Menschen eine gute Existenz“ zu sichern.

In dieser Hinsicht gehe Leiber selbst mit gutem Beispiel voran, wie Landrat Günther Schartz würdigte. Er setze sich ein für die Jugend wie für die ältere Generation. Und das gewinne an Bedeutung in Gemeinden, die ansprechend sein wollten für alle ihre Bürger.

Als die beiden Dörfer am 7. Juni 1969 zwangsfusionierten, hätten noch grundlegende Investitionen in die Infrastruktur im Mittelpunkt gestanden. Umso beachtlicher sei es, dass die Gemeinde zusammengewachsen sei: „Man hat sich zusammengerauft.“ Die erste fußläufige Verbindung zwischen beiden Ortsteilen, anvisiert mit dem symbolischen Spatenstich im Rahmen des Jubiläumsfestes, hält daher auch Schartz im Grunde für überfällig. Die Bürger hätten Zukunft einfach gemeinsam angepackt – und das unterstütze der Kreis gern, indem er 75 000 Euro in den Fußweg investiere. Für ein „Zusammenwachsen im Dorf“ sei das „relativ kleines Geld“.

 

Hartmut Heck, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil, verglich den Spatenstich mit dem neuerlichen Bekenntnis von Ehepaaren, die ihre goldene Hochzeit feiern. Die Bürger von Hinzert-Pölert hätten sich „kennen, schätzen und lieben gelernt“ und könnten „zu Recht stolz sein, Partner dieser harmonischen Ehe zu sein“. An dem Festakt nahmen Bürgermeister der Nachbarorte wie frühere Einwohner von Hinzert-Pölert teil sowie Vertreter von Ortsvereinen und Gremien. Das Programm mit Live-Musik an allen drei Tagen prägten Spaß und Spiele für Kinder sowie für Erwachsene Zeit für Begegnungen und Gespräche, was mehr als 80 Helfer ermöglichten.

Quelle: @volksfreund.de | 1. Juli 2019

 

Rückblick auf 40 Jahre Hinzert-Pölert

Feierstunde zum Jubiläum der Doppelgemeinde

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Die scheidende Ortsbürgermeisterin Mathilde Müller (rechts am Rednerpult) begrüßte zur 40-Jahrfeier von Hinzert-Pölert zahlreiche Gäste im Pölerter Bürgerhaus.

Auch wenn es damals eher eine Zwangsehe gewesen war, gefeiert wurde trotzdem mit einem offiziellen Teil im Bürgerhaus Pölert und einem sich daran anschließenden gemütlichen Teil im Bürgerhaus in Hinzert. Es war gleichzeitig der letzte große Auftritt der seit der Kommunalwahl im Juni nur noch kommissarisch die Gemeinde leitende Ortsbürgermeisterin Mathilde Müller.

Mathilde Müller begrüßte die geladenen Gäste, darunter Dr. Beate Welter von der Landeszentrale für politische Bildung, die Landtagsabgeordneten Burgard, Henter und Maximini, Landrat Schartz, Bürgermeister Hülpes und die Ortsbürgermeister der Nachbargemeinden Köhl, Ludwig und Spies, mit einem Film, den der Südwestrundfunk vor einigen Jahren über die Gemeinde gedreht hatte. In ihrer Ansprache blickte sie auf die gemeinsame Zeit seit 1968/69 zurück und bedankte sich besonders bei allen, die mit viel persönlichem Engagement in dieser Zeit für die Gemeinde aktiv gewesen waren, sei es als Ortsbürgermeister, Beigeordneter oder Gemeinderatsmitglied, aber auch als Vereinsvorstand und auf sonstige Art und Weise.

Dass Gemeindegrenzen im täglichen Leben zwischen den Bürgern keine große Rolle spielen, erklärte Landrat Günther Schartz, der das auch in Hinzert-Pölert beobachtet zu haben glaubt. Er verglich den Zusammenschluss der beiden Orte vor 40 Jahren mit dem Mauerfall vor 20 Jahren: In beiden Fällen sei man zu Anfang sehr skeptisch gewesen, doch die Entwicklung habe letztlich gezeigt, dass es für beide Seiten von Vorteil sei. In Hinzert-Pölert sei es gelungen, in der Zeit nach der Zusammenlegung eine gemeinsame Identität zu entwickeln. Man habe eine gute Infrastruktur und tüchtige Einwohner, die stets anzupacken verstünden. An Mathilde Müller ging sein persönlicher Dank dafür, dass sie sich in ihrer Amtszeit als Ortsbürgermeisterin mit viel Gefühl für ihr Dorf eingesetzt habe.

Im Namen der Verbandsgemeinde gratulierte Bürgermeister Michael Hülpes, der unter anderem das blühende Vereinsleben in der relativ einwohnerschwachen Gemeinde lobte: "Die Hinzerter und Pölerter sind mit Leib und Seele dabei, ein aktives Gemeindeleben zu gestalten." Beispielhaft verwies er auf den ungewöhnlich hohen Eigenbeitrag der Bürger zu der vor einigen Jahren durchgeführten Sanierung der Kapelle in Hinzert. Auch er hob das Engagement der scheidenden Ortsbürgermeisterin besonders hervor, die in ihrer Amtszeit ein besonderes Augenmerk auf eine regionaltypische Dorfentwicklung gehabt habe.

Pastor Ingo Flach zog in seinem Grußwort eine Parallele zwischen der Ortszusammenlegung vor 40 Jahren und der derzeitigen Entwicklung in der Kirche: Auch hier werden immer mehr Gemeinden zu Seelsorgeeinheiten zusammengelegt, was in der Bevölkerung ein Umdenken hervorrufen müsse.

Der Heimat- und Geschichtsforscher Dittmar Lauer aus Kell, der den Festvortrag halten sollte, musste aufgrund einer schweren Verletzung ins Krankenhaus. An seiner Stelle trug sein Schwiegersohn Frank Lemke einen Auszug aus der Festrede vor, in der er an die turbulenten Ereignisse vor 40 Jahren erinnerte. Die Ortsbürgermeister der beiden Gemeinden hatten ihre Zustimmung zur Zusammenlegung von einer Volksbefragung abhängig gemacht, deren Ergebnis im Dezember 1967 dann an Deutlichkeit kaum zu überbieten war: In Hinzert stimmten 99 %, in Pölert 96 % der Einwohner dagegen. Das hinderte den Landtag nicht daran, im Oktober 1968 die Fusion per Gesetz anzuordnen, sodass im Juni 1969 der erste gemeinsame Gemeinderat zusammenkam. Erster Ortsbürgermeister wurde der Pölerter Johann Müller, sein Beigeordneter der Hinzerter Lukas Lauer.

Die würdige Jubiläumsfeier im Pölerter Bürgerhaus wurde mit Gesangsbeiträgen des Pölerter Singkreises und Gitarrenstücken von Oliver Bölsterling musikalisch begleitet. Beim anschließenden Umtrunk in Hinzert unterhielten Ralph und Stefan Backes die Besucher mit Mundartliedern.