Aktuelle Nachrichten

18.10.2017 15:03

Mittwoch, 01.11. Allerheiligen

14:30 Uhr Andacht in der Kapelle Pölert, anschließend Gräbersegnung in Pölert und Hinzert

13.10.2017 10:44

Sitzung des Ortsgemeinderates Hinzert-Pölert

Forsthaushalt und Baugebiet Hinzert sind Thema im Rat.

Jahresabschluss 2015 sind Thema im Rat.
Auftragsvergaben sind Thema im Rat.

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13.10.2017 10:33

Jahreshauptübung

...der FFw Hinzert, Pölert, Rascheid und Geisfeld

Ab 15 Uhr in Hinzert, Hirtenweg 3

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15.09.2017 11:47

Heimatverein Hinzert e.V.

Einladung zum Oktoberfest am 14. Oktober

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08.09.2017 12:00

Pölerter Radsportfreunde

Eine Ausfahrt nach Prag

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Aktuelle Termine

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Pölerter Radsportfreunde

Die Idee

Es sollten Freunde in Mailand besucht werden, allerdings nicht mit Auto, Zug oder Flugzeug. Mit dem Fahrrad sollte das ferne Ziel erreicht werden. Das gemeinsame Vorhaben wurde 1998 ins Auge gefasst und im Jahr zuvor konkret geplant. Und so fiel am 10. Juni 2000 dann der Startschuss zur 1. von 7. Etappen.

...und man war sich schnell klar es sollte nicht die letzte Radtour sein, denn aus einer Idee wurden Touren mit bleibenden Erlebnisen.

Pölert - Prag 2017

Eine Ausfahrt nach Prag

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882 Gesamtkilometer, 5600 Höhenmeter, verteilt über 7 Etappen, das sind die Leistungsdaten der Radsportfreunde Pölert (Rainer Kropidlowski, Jürgen Wammer, Stefan Köhl, Peter Köhl, Udo Lorscheider, Jörg Lorscheider, Michael Deiters, Jochen Barthen, Steffen Haas), die sich Ende August auf den Weg machten, um, mit dem Fahrrad, der tschechischen Hauptstadt Prag einen Besuch abzustatten.


Die erste Etappe sollte mit 167 km die längste werden und mit dem Erbeskopf der höchste Punkt der gesamten Reise überwunden werden. Über Allenbach, Kempfeld und Herrstein wurde der Nahetal-Radweg angesteuert. Auf flachem Terrain wurden Bad Sobernheim, Bad Münster am Stein-Ebernburg und Bad Kreuznach passiert. In Gau-Bickelheim wurde die „Schweinothek“ der Familie. Bornheimer-Schwalbach, bekannt aus der Schlemmerserie „Lecker auf´s Land“, besucht. Mit Unterstützung der Fähre bei Nierstein verliesen wir Rheinland-Pfalz um im hessischen Riedstadt die erste Etappe zu beenden.


In der 2. Etappe wurde über Darmstadt, Gross-Umstadt und Eisenbach an den Main geradelt. Den dortigen Radweg zu befahren war einer reiner Genuss!  Ortschaften, wie das historische, unterfränkische Miltenberg und das im südlichen Rand des Spessarts gelegene Bürgstadt, lagen auf der Strecke zum Etappenziele in Wertheim, der größten Stadt des Main-Tauber-Kreises, die nach 122 km erreicht wurde.


Es war eine gute Idee des Streckenplaners, nach einer Querpassage durch Unterfranken, im wunderschönen Würzburg erneut in den Mainradweg einzusteigen.  Nach 125 km auf der dritten Etappe, wurde das Hotel in Schweinfurt bezogen.

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Bayreuth, die „Wagnerstadt“ im Regierungsbezirk Oberfranken, war das Ziel der 4. Etappe. Weiterhin dem Mainradweg folgend, die Städte Bamberg und Forchheim passierend, radelten wir zunächst nach Ebermannstadt, der “heimlichen Hauptstadt der Fränkischen Schweiz“. Die beeindruckende, teilweise Schlucht artige Landschaft machte es zu einer absoluten Freude in dieser Region mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nach zwar anstrengenden aber schönen 155 km war das Tagessoll erfüllt.


Die 5. Etappe, die über 115 km, überwiegend durch die Region Oberpfalz führte, beinhaltete die Einfahrt in die Tschechische Republik. Der mondäne Kurort Marienbad war als Etappenziel auserkoren worden. Das weniger mondäne aber idyllisch gelegene Hotel auf einem Hügel am Stadtrand bot Gelegenheit zur Entspannung und Aufnahme von regenerierenden Speisen und Getränken.


Der kürzeste Teilabschnitt (88 km) führte, leider nicht mehr auf komfortablen Radwegen, durch zahlreiche „böhmische Dörfer“, in die mit 168.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Tschechiens, Pilsen. Das man dort die Produkte der „Pilsener Brauart“ ausprobierte versteht sich von selbst.


Die 6. vorhergegangenen Etappen konnten bei optimalen Wetterbedingungen bestritten werden, was aber für den letzten Abschnitt absolut nicht mehr gegeben war.  Die 107 km von Pilsen nach Prag wurden von Anfang bis Ende im Dauerregen, bei kühlen Temperaturen und reichlich „Begleitverkehr“ absolviert. Alle Teilnehmer waren glücklich und zufrieden unbeschadet in Prag angekommen zu sein.


Nach Erledigung der sportlichen Herausforderung war es selbstverständlich, dass ein ausgiebiges Kultur- und Gastronomieprogramm die Reise abrundeten.

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Ein harmonisches Team, eine sehr gute Planung und Navigation machten die Tour wiederum zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besonders zu danken ist Steffen, der erstmalig als Fahrer des Betreuungsfahrzeuges fungierte sowie maßgeblich an der Planung und Durchführung beteiligt war.

 

 

Weitere Touren der Radsportfreunde

Bitte auf die einzelnen Touren klicken!
 

PÖ-LA-MA 2015

Von Pölert zum Lago Maggiore

Im Regen des Brunnenfestes 2014 trafen sich die Pölerter-Radsportfreunde um die Tour 2015 abzustimmen. Nach der Tour 2000 Mailand, 2007 Rom und 2011 Lago di Garda setzte sich der Ruf nach Bella Italia wieder durch. Diesmal viel die Wahl auf den Lago Maggiore  und der Tourname „PÖ-LA-MA 2015“ wurde geboren.

Beim Start, am 27. Juni, bewahrheitete es sich wieder: „Wenn Engel reisen scheint die Sonne“(teilweise erbarmungslos), und so blieb es auf der ganzen Tour. Die Engel auf dieser Reise waren, Rainer Kropidlowski, Stefan + Peter Köhl aus Pölert,  Michael Weber aus Gusenburg, Jörg Lorscheider aus Reinsfeld, Udo Lorscheider aus Nonnweiler, Jochen Barthen aus Grimburg und zum ersten Mal dabei: Jürgen Wammer aus Beuren und Michael Deiters aus Gusenburg.

Die 1., die „Einrolletappe“ führte uns in 5:47 Stunden über 114 km von Pölert nach Kaiserslautern – Eselsführt. Über leicht welliges Geländeprofil fuhren wir vom Hochwald, durch das  Saarland in die Westpfalz. Über Freisen, Kusel, Altenglan und viele  Orte, die mit -bach enden, gelangten wir zum Hotel Barbarossahof in Eselsfürth, im Osten von Kaiserslautern.

Die 2., die „Wohlfühletappe“, war auch die leichteste. Für die 105 km brauchten wir 5:10 Stunden. Die Flachetappe führte von der Westpfalz, durch einige Täler des Pfälzer – Waldes,  an Frankenstein vorbei, ins schöne Neustadt an der Weinstraße. Der gute alte Vater Rhein wurde bei Maximiliansau überquert, um auf gut ausgeschilderten Radwegen durch Karlsruhe ins Badische zu fahren.  Am Flüsschen Alb entlang radelnd, erreichten wir schließlich Ettlingen, den Zielort  der 2. Etappe. Im schönsten Hotel der Tour wurde der Abend in einem tollen Biergarten und der Hotelbar abgerundet.

Bei der 3., der „Schwarzwaldetappe“, zeigt sich das Wetter zunächst bedeckt um dann aber auf Sonne pur umzuschwenken. An der Enz vorbei,  fuhren wir in den nördlichen Schwarzwald. Irrungen und Wirrungen in der Streckenbeschilderung bedingten, dass die Gruppe getrennt wurde und erst in Neuweiler, zum Mittagsstopp, wieder zusammenfand. Nach der Bewältigung einiger anspruchsvoller Rampen wurde das Städtchen Nagold passiert. Auf der deutschen Fachwerkstraße radelten wir durch Horb am Neckar unserem Zielort Empfingen, im Mittel-Schwarzwald, entgegen. Diesen erreichten wir dann nach   107 km in 6:40 Std., natürlich nicht ohne das vorher noch ein 3 km langer Anstieg überwunden werden musste.

Am 4. Tag ging es dann richtig ab. Auf der „Königsetappe“ mussten wir vom  Mittel- durch den Südschwarzwald bis an den Bodensee. Teils über den Jakobsweg und andere Radwege gelangten wir zu beeindruckenden Hochplateaus. Holzverarbeitende Betriebe, Landwirtschaft in der ursprünglichen Form, ohne Mais und Rapsfelder und saubere, schöne Orte, mit großen Industriegebieten, prägen das Bild dieser Gegend. Auf dem Hohenzollern Radweg, in brütender Hitze, erreichten wir Tuttlingen an der Donau. 16 – 18 % ige  Steigungen mussten bewältigt werden, ehe wir dann auf einer 20 km langen Abfahrt den Bodensee zu sehen bekamen. An der Insel Reichenau vorbei, Radolfzell durchquerend, rollten wir, nach 136 km und 8:17 Stunden im Sattel,  in Konstanz ein. Mit einigen Regenerationsgetränken in einem schönen Biergarten, unmittelbar am Bodensee gelegen, und einem total unnötigen Aufenthalt in einem Schnellimbiss ,beschlossen wir den Abend und Jürgen`s  Geburtstag.

Die 5., die „4 Länderetappe“ war auch zugleich die längste. 140 km in 7:06 Std. Von Konstanz führte die Strecke über den Bodenseeradweg, in schönster Seeatmosphäre,  durchs Appenzeller Land  nach Romanshorn, in die Schweiz. Auf dem  „Alpen-Rheinradweg“ wurden kurze Abstecher nach Österreich und Vaduz in Lichtenstein gefahren. Zurück in der Schweiz , bei 38 Grad im Schatten, gönnten wir uns ein Abkühlung im Rhein. Eine  Grillpause bot die Gelegenheit zur Stärkung für den Rest der Strecke, die durch Graubünden, an tollen Bergpanoramen vorbei, in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, endete. Hier machten wir dann auch die praktische Erfahrung, dass die Schweiz eine teures Pflaster ist!

Die 6. Etappe wurde unsere „Gipfeletappe“. Bis wir auf der richtigen Spur waren, wurden bei bis zu 44 Grad Hitze, Anstiege gefahren die nicht nötig waren. Aber unser Navigator Jörg lotste uns wieder auf den richtigen Weg in Richtung San Bernadino Pass. Durch dunkle Tunnels und die wunderschöne Via Mala Schlucht passierend,  erreichten wir schließlich den Fuß des Passes. Über 480 Höhenmeter, auf 8 km Länge, strampelten wir zum Gipfelpunkt auf 2066 Meter. Nach dem Gipfelfoto, dem Gipfelbier und dem Bau eines Gipfeltürmchens, mit Schneeball, ging es über fast 50 km „im freien Fall“ nach Lumino im Tessin, unserem Etappenziel. In 6:34 Stunden wurden 113 km bewältigt.

Die 7., die „Schlussetappe“ führte von Lumino über Bellinzona nach Locarno am Lago Maggiore. Von dort fuhren wir, immer den Blick zum See gerichtet, in 4 Stunden, die restlichen 80 km, ausschließlich auf der Küstenstraße. Über Luino, Laveno und Leggiuno erreichten wir unser Hotel in Reno, unmittelbar am Strand des beeindruckend schönen Lago gelegen. Hier gönnten  wir uns, bis zur Heimreise, 2 Tage „La Dolce Vita“.

 

Fazit der Tour: Ein gut trainiertes, harmonisches Team, in dem jeder sich etwas zurücknimmt, ist durchaus in der Lage, innerhalb einer Woche, 800 km Radstrecke, über 6.500 Höhenmeter, bei 44 Std. im Sattel, zu bewältigen.

Besonderer Dank gebührt Jörg Lorscheider, der die Tour super geplant und geführt hat, sowie Peter Köhl, der sehr uneigennützig den Versorgungs- und Logistikpart übernommen hatte. Mit Sicherheit war dies nicht die letzte Tour der „Pölerter-Radsportfreunde“.

Von Pölert zum Lago Maggiore

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Im Regen des Brunnenfestes 2014 trafen sich die Pölerter-Radsportfreunde um die Tour 2015 abzustimmen. Nach der Tour 2000 Mailand, 2007 Rom und 2011 Lago di Garda setzte sich der Ruf nach Bella Italia wieder durch. Diesmal viel die Wahl auf den Lago Maggiore  und der Tourname „PÖ-LA-MA 2015“ wurde geboren.

Beim Start, am 27. Juni, bewahrheitete es sich wieder: „Wenn Engel reisen scheint die Sonne“(teilweise erbarmungslos), und so blieb es auf der ganzen Tour. Die Engel auf dieser Reise waren, Rainer Kropidlowski, Stefan + Peter Köhl aus Pölert,  Michael Weber aus Gusenburg, Jörg Lorscheider aus Reinsfeld, Udo Lorscheider aus Nonnweiler, Jochen Barthen aus Grimburg und zum ersten Mal dabei: Jürgen Wammer aus Beuren und Michael Deiters aus Gusenburg.

Die 1., die „Einrolletappe“ führte uns in 5:47 Stunden über 114 km von Pölert nach Kaiserslautern – Eselsführt. Über leicht welliges Geländeprofil fuhren wir vom Hochwald, durch das  Saarland in die Westpfalz. Über Freisen, Kusel, Altenglan und viele  Orte, die mit -bach enden, gelangten wir zum Hotel Barbarossahof in Eselsfürth, im Osten von Kaiserslautern.

Die 2., die „Wohlfühletappe“, war auch die leichteste. Für die 105 km brauchten wir 5:10 Stunden. Die Flachetappe führte von der Westpfalz, durch einige Täler des Pfälzer – Waldes,  an Frankenstein vorbei, ins schöne Neustadt an der Weinstraße. Der gute alte Vater Rhein wurde bei Maximiliansau überquert, um auf gut ausgeschilderten Radwegen durch Karlsruhe ins Badische zu fahren.  Am Flüsschen Alb entlang radelnd, erreichten wir schließlich Ettlingen, den Zielort  der 2. Etappe. Im schönsten Hotel der Tour wurde der Abend in einem tollen Biergarten und der Hotelbar abgerundet.

Bei der 3., der „Schwarzwaldetappe“, zeigt sich das Wetter zunächst bedeckt um dann aber auf Sonne pur umzuschwenken. An der Enz vorbei,  fuhren wir in den nördlichen Schwarzwald. Irrungen und Wirrungen in der Streckenbeschilderung bedingten, dass die Gruppe getrennt wurde und erst in Neuweiler, zum Mittagsstopp, wieder zusammenfand. Nach der Bewältigung einiger anspruchsvoller Rampen wurde das Städtchen Nagold passiert. Auf der deutschen Fachwerkstraße radelten wir durch Horb am Neckar unserem Zielort Empfingen, im Mittel-Schwarzwald, entgegen. Diesen erreichten wir dann nach   107 km in 6:40 Std., natürlich nicht ohne das vorher noch ein 3 km langer Anstieg überwunden werden musste.

Am 4. Tag ging es dann richtig ab. Auf der „Königsetappe“ mussten wir vom  Mittel- durch den Südschwarzwald bis an den Bodensee. Teils über den Jakobsweg und andere Radwege gelangten wir zu beeindruckenden Hochplateaus. Holzverarbeitende Betriebe, Landwirtschaft in der ursprünglichen Form, ohne Mais und Rapsfelder und saubere, schöne Orte, mit großen Industriegebieten, prägen das Bild dieser Gegend. Auf dem Hohenzollern Radweg, in brütender Hitze, erreichten wir Tuttlingen an der Donau. 16 – 18 % ige  Steigungen mussten bewältigt werden, ehe wir dann auf einer 20 km langen Abfahrt den Bodensee zu sehen bekamen. An der Insel Reichenau vorbei, Radolfzell durchquerend, rollten wir, nach 136 km und 8:17 Stunden im Sattel,  in Konstanz ein. Mit einigen Regenerationsgetränken in einem schönen Biergarten, unmittelbar am Bodensee gelegen, und einem total unnötigen Aufenthalt in einem Schnellimbiss ,beschlossen wir den Abend und Jürgen`s  Geburtstag.

Die 5., die „4 Länderetappe“ war auch zugleich die längste. 140 km in 7:06 Std. Von Konstanz führte die Strecke über den Bodenseeradweg, in schönster Seeatmosphäre,  durchs Appenzeller Land  nach Romanshorn, in die Schweiz. Auf dem  „Alpen-Rheinradweg“ wurden kurze Abstecher nach Österreich und Vaduz in Lichtenstein gefahren. Zurück in der Schweiz , bei 38 Grad im Schatten, gönnten wir uns ein Abkühlung im Rhein. Eine  Grillpause bot die Gelegenheit zur Stärkung für den Rest der Strecke, die durch Graubünden, an tollen Bergpanoramen vorbei, in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, endete. Hier machten wir dann auch die praktische Erfahrung, dass die Schweiz eine teures Pflaster ist!

Die 6. Etappe wurde unsere „Gipfeletappe“. Bis wir auf der richtigen Spur waren, wurden bei bis zu 44 Grad Hitze, Anstiege gefahren die nicht nötig waren. Aber unser Navigator Jörg lotste uns wieder auf den richtigen Weg in Richtung San Bernadino Pass. Durch dunkle Tunnels und die wunderschöne Via Mala Schlucht passierend,  erreichten wir schließlich den Fuß des Passes. Über 480 Höhenmeter, auf 8 km Länge, strampelten wir zum Gipfelpunkt auf 2066 Meter. Nach dem Gipfelfoto, dem Gipfelbier und dem Bau eines Gipfeltürmchens, mit Schneeball, ging es über fast 50 km „im freien Fall“ nach Lumino im Tessin, unserem Etappenziel. In 6:34 Stunden wurden 113 km bewältigt.

Die 7., die „Schlussetappe“ führte von Lumino über Bellinzona nach Locarno am Lago Maggiore. Von dort fuhren wir, immer den Blick zum See gerichtet, in 4 Stunden, die restlichen 80 km, ausschließlich auf der Küstenstraße. Über Luino, Laveno und Leggiuno erreichten wir unser Hotel in Reno, unmittelbar am Strand des beeindruckend schönen Lago gelegen. Hier gönnten  wir uns, bis zur Heimreise, 2 Tage „La Dolce Vita“.

 

Fazit der Tour: Ein gut trainiertes, harmonisches Team, in dem jeder sich etwas zurücknimmt, ist durchaus in der Lage, innerhalb einer Woche, 800 km Radstrecke, über 6.500 Höhenmeter, bei 44 Std. im Sattel, zu bewältigen.

Besonderer Dank gebührt Jörg Lorscheider, der die Tour super geplant und geführt hat, sowie Peter Köhl, der sehr uneigennützig den Versorgungs- und Logistikpart übernommen hatte. Mit Sicherheit war dies nicht die letzte Tour der „Pölerter-Radsportfreunde“.

 

PÖ-BEL 2013

Pölert - Belgien 2013

Eine Ausfahrt nach Belgien

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Nachdem das Radteam Pölert vor 2 Jahren noch südliche Gefilde, nämlich den Gardasee ansteuerte, war in diesem Jahr wieder ein nördliches Ziel an der Reihe. Bredene, ein bekannter Touristenort, westlich von Ostende, an der Nordseeküste Belgiens gelegen, war als Ziel der Radtour auserkoren worden. Das Team setzte sich zusammen aus den Pölertern Rainer Kropidlowski, der aus beruflichen Gründen nur die ersten beiden Etappen mitfahren konnte, Stefan und Peter Köhl sowie aus Gusenburg Michael Weber und Jochen Barthen, aus Rüdesheim war, wie immer, Jörg Pleines mit dabei. Das Begleitfahrzeug wurde auf dem 1. Abschnitt von Benjamin Köhl und Marc Freiberger gesteuert.


Ziel der 1. Etappe war die Jugendherberge Gerolstein. Der Kylltalradweg, den man bereits von der  letztjährigen Tour nach Köln kannte, erwies sich wiederum als zwar einigermaßen anspruchsvolle aber sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke. Lediglich eine Regenschauer zwischen Kyllburg und Gerolstein störten hier den Ablauf.


Zu Beginn der zweiten Etappe wurde weiterhin der Kylltalradweg befahren. Hillesheim, Jünkerath, Stadtkyll wurden passiert um dann am Losheimer Graben, wo ursprünglich der Grenzübergang nach Belgien war, an das Ende dieses Radweges zu gelangen. Im belgischen Bütgenbach erreichten wir den neuen Vennbahn-Radweg, der auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Nord-Luxemburg und Aachen errichtet worden ist. Waren die ersten 70 km dieser Etappe noch ziemlich anstrengend, so konnte die restliche Strecke, bis zum Quartier in Aachen, doch einigermaßen entspannt, auf flachem Terrain,  abgewickelt werden. Mit 137 km hatten wir die längste Etappe dieser Tour hinter uns gebracht.


Nachdem wir am 3. Tag die hügelige Landschaft zwischen Aachen und Maastricht bewältigt hatten, musste die Gangschaltung nur noch selten benutzt werden. Vorbei am Albertkanal wurde am Abend Westerlo, eine kleine Stadt in Flandern, nordöstlich von Brüssel, erreicht, wo wiederum in einer, diesmal sehr lebhaften, Jugendherberge genächtigt wurde.


Vorbei an scheinbar nie endenden Häuserfronten, radelte das Team am nächsten Tag, zwischen Antwerpen und Brüssel, Mechelen und Dendermonde passierend, in die Hauptstadt Ostflanderns, Gent, auch die Blumenstadt genannt. Eine Stadt mit tollem Flair, schöner historischer Architektur und gutem Bier.


Die mit 75 km kürzeste Etappe führte am 5. Tag nach Bredene, wo ein sehr schönes Ferienhaus, in der Nähe der Küste, als Stützpunkt für die weiteren Ausfahrten bezogen wurde.


Jochen, der in der Region sehr ortskundig ist, führte uns an den beiden folgenden Tagen durch die sehr ansprechenden Landschaften und bemerkenswert schönen Dörfer und Städte. Wobei doch einige, dem Tourismus an der Küste geschuldeten, Bausünden, das Gesamtbild trüben.


Brügge, Sluis und Cadzant-Bad, Zeebrrügge und De Haan, lernten wir am ersten Tag kennen.


Am zweiten Tag führte die Etappe, am windstillen Vormittag, in das französische Dünkirchen, um  dann am Nachmittag vom sehr starten Rückenwind zurück nach Bredene geschoben zu werden.


Das sich an die jeweilige Tour anschließende Bad in der angenehm temperierten Nordsee zeigte sich für die Regeneration als besonders geeignet.


Jörg und Jochen erwiesen sich als sehr qualifiziert für die Zubereitung der örtlich reichlich vorhandenen Meeresfrüchte, sodass es dem leiblichen Wohlergehen der Truppe an nichts fehlte.


770 km wurden insgesamt zurückgelegt. Erstaunlicherweise ohne einen einzigen Plattfuß.


Optimales Wetter, ein mehr oder weniger gut trainiertes aber harmonisches Team, durchweg nette und hilfsbereite Menschen und eine gute Organisation waren die Garanten für eine wiederum gelungene Tour!

 

PÖ-GA-SEE 2011

Pölert - Gardasee 2011

Eine Radtour von Pölert an den Gardasee

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Bildunterschrift: v.l.n.r.: Jochen Barthen, Stefan Köhl, Udo Lorscheider, Peter Köhl, Andreas Köhl, Jörg Pleines, Jörg Lorscheider, Arno Konz, Michael Weber


940 km Gesamtstrecke, 7250 Höhenmeter,7 Etappen, 4 Plattfüße, heiße Temperaturen, das sind die Eckdaten einer wiederum gelungen Radfernfahrt mit Teilnehmern aus Pölert, Gusenburg, Reinsfeld, Osburg, Nonnweiler und Rüdesheim.


Neustadt an der Weinstraße, war als erstes Etappenziel auserkoren. Am 20.08.2011 fiel in Pölert, um 08.30 Uhr, der Startschuss  zu der anspruchsvollen Tour. Über Nonnweiler, Freisen, Kusel, Kaiserslautern wurde Frankenstein angefahren, wo wir bei Freunden zum Grillen eingeladen waren. Nach einer kurzen aber ergiebigen Stärkung wurden die restlichen 30 km durch den Pfälzer Wald locker runtergeradelt.


Noch ohne Erschöpfungserscheinungen wurde der 2. Abschnitt, der von Neustadt in die Schlösserstadt Ludwigsburg führte, angegangen. Auf teils hügeligem Profil, unter ständiger Begleitung der erbarmungslos heizenden Sonne, erreichten die Pedalritter am späten Nachmittag die Jugendherberge in Ludwigsburg.


Um das nächste Teilziel, Ulm, zu erreichen, galt es, dass Hindernis Schwäbische-Alb zu überwinden. Zunächst konnte der Neckar-Alb Radweg für das Weiterkommen genutzt werden, doch zahlreiche Baustellen machten es sinnvoll auf Bundes- und Landesstraßen auszuweichen. Nach Esslingen und Kirchheim unter Teck folgte der Albaufstieg, um dann über Blaubeuren und Blaustein in die Unterkunft in Ulm zu radeln. Das Profil der nächsten Etappe versprach einen etwas entspannteren Verlauf. Bei immer noch hochsommerlichen Temperaturen wurde nach anfänglichen Irrungen und Wirrungen doch noch der rechte Weg nach Pfronten im Allgäu gefunden. Wurde sonst ausschließlich in Jugendherbergen genächtigt, gönnte man sich hier ein schönes Hotel mit regenerierenden Wellnessanwendungen. Es gelang auch am nächsten Tag nicht auf Anhieb den richtigen Weg zu finden  – es muss wohl an der Hitze gelegen haben-. Nach einem kurzen Schlenker über Füssen tauchten wir dann südwärts in die Alpen ein. Über Reutte und Lermoos, im Angesicht der Zugspitze, näherte man sich dem Fernpass, der, wegen des fehlenden Radweges und der großen Verkehrsdichte, nur sehr eingeschränkt Freude am Radfahren vermittelte. Nassereith und Imst wurden passiert um dann über Landeck zum 5. Etappenziel, Pfunds, im oberen Tiroler Inntal, zu gelangen. Die 6. Etappe sollte mit 150 km die längste aber auch die schönste werden. Um den 1.508 m hohen Rechenpass zu erklimmen, musste zunächst ein Stück in die Schweiz, Richtung St.Moritz geradelt werden, um dann bei Martina, über eine Serpetinenstrecke, Nauders zu erreichen. Von dort war es nur noch ein kurzes Stück bis zur Passhöhe. Von nun an gings bergab und zwar auf beispiellos schönen Radwegen bis an den Gardasee. Zunächst genossen wir die tollen Farben des Rechensees und die malerischen Fassaden der Bauerndörfer. Unzählige Apfelplantagen, dass wilde Wasser der Etsch, dass Massiv der Ötztaler Alpen und die beeindruckende Kulisse der fast 4000 m hohen Ortlergruppe säumten den Weg durch den Vinschgau. Nach 7 Stunden im Sattel wurde in der Landeshauptstadt Südtirols, Bozen, Quartier bezogen.


Die letzte und kürzeste Etappe führte durch die Region Trentino. Über Lavis, Trient, Roverto führte der Weg zur Endstation Riva del Garda, eine wunderschöne kleine Stadt, wo wir uns, zur Freude der örtlichen Gastronomie, noch zwei Tage der Entspannung gönnten.

Ein harmonisches, gut trainiertes Team, gutes Fahrradmaterial, schönes Wetter, vorbildliche Organisation, ließen die Tour zu einem bleibenden Erlebnis werden.

 

HI-PÖ-HA 2009

Pölert - Hamburg 2009

Radtour von Pölert nach Hamburg

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Vor zwei Jahren sollte dem Papst gehuldigt werden. Man fuhr mit dem Rad nach Rom, um festzustellen, dass Benedikt in Urlaub ist. In diesem Jahr sollte Udo Lindenberg gehuldigt werden. Man fuhr mit dem Rad nach Hamburg, um festzustellen, dass Udo in Urlaub ist.

Sei’s drum, lohnenswert war die Tour auch ohne die Begegnung mit dem „Altrocker“!

Am 12.06. starteten die Pölerter: Udo und Jörg Lorscheider,  Stefan und Peter Köhl, Jörg Pleines, und der Gusenburger Jochen Barthen zur einer 7-Etappen-Radreise nach Hamburg.


Bernd Buchheit agierte erneut als treusorgender Fahrer des Begleitfahrzeuges. Rainer Kropidlowski konnte aus beruflichen Gründen nur am ersten Tag dabei sein.


Die erste Etappe führte über Fell, Schweich, Wittlich, über den Mosel-Maare Radweg nach Daun, nach einem Stück entlang dem Ahr-Radweg erreichte man nach 142 km das Etappenziel Blankenheim, wo in der Jugendherberge, der bemerkenswert schön restaurierten Burg Blankenheim, genächtigt wurde.


Am 2. Tag galt es zunächst die Nordeifel zu durchradeln. Nettersheim, Kall und Heimbach sind die größten Orte in diesem Streckenbereich. Dem Rurradweg folgend, vorbei an der Rurtalsperre, die Städte Düren, Jülich und Hückelhoven durchquerend, wurde in Wassenberg, nach 126 km, Quartier bezogen.

Kalkar war das Ziel der 3. Etappe, das aber nicht so ohne weiteres erreicht werden sollte.


Ortskundige schickten uns in die nahegelegene Niederlande, wo allerdings die Auszeichnung der Radwege zu einigen Irrungen und Wirrungen und Umwegen führte. Über Roedermond, Swalmen, Nettetal, Geldern und Xanten erreichten die Pedalritter, nach 132 km, den Gebäudekomplex des „Schnellen Brüters“ in Kalkar. Hier hat ein niederländischer Investor, dass ehemalige AKW, das nie ans Netz ging, zu einer Hotel und Freizeitanlage umgebaut. Nach einer geruhsamen Nacht im früheren Reaktorgebäude strahlten die Akteure am Morgen in Vorfreude auf die bevorstehende 4. Etappe.


Michael Rausch aus Gusenburg hat mit seiner Familie im münsterländischen Billerbeck seine neue Heimat gefunden. Als er hörte, dass der Streckenverlauf durch diese Region führte, hat er uns spontan zu einem zünftigen Grillabend eingeladen. Aber zunächst galt es, auf relativ flachem Profil, 126 km zu bewältigen. In Emmerich wurde der Rhein überquert um ein paar Kilometer weiter wieder in die Niederlande einzureisen. Dinxperlo, Aalten, Winterswijk wurden dort passiert. Wieder zurück in Deutschland wurde über Gescher und Coesfeld das 4. Etappenziel erreicht.


Freudig gestimmt durch die Gastfreundschaft der Familie Rausch wurde tags darauf der 5. Abschnitt in Angriff genommen. Ohne jegliche Steigung oder Gefälle, vorbei an diversen landwirtschaftlichen Gehöften, Pferdekoppeln soweit das Auge reicht, wurde, entlang dem Ems-Radweg, nach Lingen geradelt . Nach einer kurzen Rast ging es nordöstlich weiter.


Winkum, ein kleiner Ort in der  Nähe von Loningen wurde als Tagesziel auserkoren. Bernd hatte dort einen wunderschönen, zum Hotel/Restaurant umgebauten, Gutshof gebucht. Nach 132 km ließ man es sich dort richtig gutgehen, was sich entsprechend im Bestand der Tourkasse niederschlug.


Gut gestärkt ging man am 6. Tourtag den längsten Abschnitt an. Es standen 150 km auf dem Programm. Cloppenburg, Wildeshausen, Syke und Verden  waren die markanten Ortschaften auf der Strecke. Bernd bewies erneut ein gutes Händchen bei der Quartiersuche. In Langwedel, südlich von Bremen, wurde in einer Pension Einzug gehalten. Im dortigen, schön angelegten Garten, bei bestem Wetter und reichlich Kohlehydraten, in vielfältiger Form, konnte die Truppe optimal regenerieren.


Das nahe Ziel vor Augen, wurde am Morgen des 18.Juni die letzte und zugleich auch mit 113 km kürzeste Etappe in Angriff genommen. Bei sehr guten Wetterbedingungen ging es zügig, in nordöstlicher Richtung, über Rotenburg, Scheeßel nach Tostedt. Anschließend kam in den Harburger Bergen etwas Abwechslung in das sonst ausschließlich flache Profil der Etappen 3-6. Immerhin 462 Höhenmeter wurden an diesem Tag bewältigt. Von Hamburg-Harburg, wo wir erstmals in die Hansestadt einfuhren, waren es dann noch 20 km bis zum eigentlichen Ziel, den Landungsbrücken im Hamburger Hafen. Beeindruckend auf der Fahrt dorthin, war die Passage durch den „Alten Elbtunnel“. Mit dem Fahrstuhl ging es 24 Meter in die Tiefe, ca. 430 Meter unter dem Hafenbecken durch und wieder mit dem Fahrstuhl 24 Meter in die Höhe und die Landungsbrücken war erreicht. Nach insgesamt 920 km, 3620 Höhemetern und 13 Plattfüßen wurde die Zielankunft vor dem Dreimaster Museumsschiff Rickmer Rickmers fotografisch dokumentiert.

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v.l.n.r.  Peter Köhl, Jochen Barthen, Jörg Pleines, Stefan Köhl, Bernd Buchheit, Jörg Lorscheider


Zur Regeneration gönnten sich die Radler noch zwei Tage Aufenthalt in Hamburg, wo die vielfältigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten für die entsprechende Kurzweil sorgten.


Ein harmonisches, gut trainiertes Team, gutes Fahrradmaterial, schönes Wetter, vorbildliche Organisation durch Stefan Köhl, ließen die Tour zu einem bleibenden Erlebnis werden.

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MI-RO 2007

Mailand - Rom 2007

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Die Fortsetzung von Mailand

Wir sind dann mal weg" lautete das Motto am 29.09. in Pölert. Was im Jahr 2000 begonnen wurde, sollte nun zu Ende gebracht werden - eine Radtour nach Rom. Vor sieben Jahren wurde in 7 Etappen nach Mailand geradelt und jetzt war geplant in 6 Tagen von Mailand-Bergamo nach Rom zu strampeln. Mit dem fast gleichen Team: Karl-Heinz Gauer, Stefan Köhl, Peter Köhl, Andreas Köhl, Udo Lorscheider, Bernd Buchheit, Hermann-Josef Detemple, Joachim Wagner, Jörg Pleines und Jochen Barthen, machte man sich per Flugzeug bzw. Auto auf den Weg nach Bergamo.


Von Bergamo nach Rom

Bei leichtem Regen bestieg man gleich nach der Ankunft die Fahrräder und steuerte die erste Etappe durch die Po-Ebene an. Begleitet von zwei italienischen Freunden, Marco und Georgio Alessio, führte die Strecke über tellerebene, teils stark befahrene Landstraßen, teils gut ausgebaute Radwege, durch die fruchtbare Landschaft der Lombardei. Die Städte Crema und Cremona wurden passiert, ca. 15 km auf dem Poradweg gefahren, um dann nach 132 km das erste Etappenziel, Fidenza, ein kleines Städtchen in der Nähe von Parma zu erreichen.

Die 2. Etappe sollte die "Königsetappe" werden, hatten die Pedalritter doch den Apennin, mit seinen beeindruckenden Bergen vor sich. Es stellte sich heraus, dass das umfangreiche Training in den heimischen Bergen eine gute Voraussetzung war, um die ca. 1600 Höhenmeter über teils 12%ige Steigungen zu bewältigen. Auf dem Paso del Cisa ( 1041 Meter) war nicht nur der höchste Punkt der Etappe erreicht, auch stellte sich der Berg als Wetterscheide dar. Diesige, feuchte Witterung wechselte zu sonnigem und warmem Wetter, das bis nach Rom Bestand haben sollte. Zwischenzeitlich ereignete sich ein Auffahrunfall, der aber mit ein paar Prellungen und einem beschädigten Fahrrad glimpflich verlief.

Es folgte eine etwa 15 km lange Abfahrt in Richtung La Spezia am Ligurischen Meer.

Tagesziel sollte die Marmor-Stadt Carrara sein. Nach 144 km wurde in der dortigen, sehr lebhaften Marina ein Hotel gefunden und der anstrengende Tag bei gutem Essen und Trinken beschlossen. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde die 3. Etappe in Angriff genommen, die über Massa und Viareggio zunächst in die nach Florenz zweitgrößte Metropole der Toskana führte, Pisa, wo selbstverständlich eine Besichtigung des "Schiefen Turms" auf dem Programm stand. Livorno, eine lebhafte Hafenstadt wurde durchfahren, um dann über die wunderschöne Küstenstraße, vorbei an zahlreichen Touristenorten mit einladenden Stränden, die Marina de Cecina, nach 123 km das Etappenziel, zu erreichen. Bernd Buchheit, Fahrer des Materialwagens und wichtigster Mann im Team, hatte auch hier wieder ein schönes Hotel in Strandnähe gebucht, das der Mannschaft die nötige Entspannung verschaffte. Die Marina de Grosseto wurde am nächsten Tag erreicht. 95 km vorbei an der Mittelmeerküste zur Rechten und den Bergen des Apennin zur Linken führten in den zwar sehr schönen aber etwas ausgestorben wirkenden Touristenort.

Schwimmen im Mittelmeer, Strandspaziergang und Sonnenbaden waren für den Rest des Tages angesagt. Die Streckenführung der 5. Etappe sollte einige Probleme mit sich bringen. Leider stand keine romantische Küstenstraße mehr zur Verfügung. Um die Autobahn ähnliche Nationalstraße zu meiden, waren die Radler gezwungen, einen Ausflug in das Landesinnere vorzunehmen, wo die Hügel der Toskana warteten und bezwungen werden mussten, eine ebenso schöne wie anstrengende Mission. Ein kleiner Abstecher führte die Truppe auf die Halbinsel Monte Argentario. Weiter ging es auf der Hauptverkehrsstraße bis nach Civitavecchia, einer quirligen Hafen- und Touristenstadt, wo Bernd für kleines Geld ein fürstliches Domizil gebucht hatte. Nach anstrengenden 138 km sorgte das angenehme Umfeld und das nahe Endziel vor Augen für entsprechend gute Stimmung.

Planmäßig wurde am Donnerstag, 4. Oktober die letzte Etappe mit dem Ziel Rom gestartet. Lediglich 90 km waren noch zu bewältigen, was auch problemlos realisiert wurde. Um 13.00 Uhr waren alle vor dem Petersdom angetreten, um die Zielankunft fotografisch zu dokumentieren.
Nach einer kurzen Stadtrundfahrt wurde das Hotel in der Nähe der Katakomben von Domitilla erreicht. Es schlossen sich zwei sehr schöne Tage, mit zahlreichen Besichtigungen und sonstigen Genüssen an. Ein gut trainiertes, harmonisches Team, gutes Fahrradmaterial, ein schönes Land mit gastfreundlichen Menschen machten die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

PÖ-BER 2005

Pölert - Berlin 2005

Eine Landpartie nach Berlin 2005

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Nachdem die Pölerter Radsportfreunde 2000 nach Mailand und 2003 nach Bad Wörishofen geradelt waren, hatten sie sich für dieses Jahr die Bundeshauptstadt Berlin als Fernziel ausgesucht. Angeführt von Rainer Kropidlowski, der in Deutschlands größter Stadt aufgewachsen ist, begab man sich am 02.07. daran, nach einjähriger Planung und etlichen Trainingskilometern das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Die weiteren Teammitglieder waren: Karl-Heinz Gauer, Stefan Köhl, Peter Köhl, Udo Lorscheider, Oliver Detemple, Joachim Wagner (Rascheid), Joachim Backes (Primstal), Jörg Pleines (Rüdesheim).


Der Plan

In 7 Etappen sollten die ca. 800 km in nordöstlicher Richtung bewältigt werden.


Die Strecke

Gleich zu Beginn der 1. Etappe wurde die höchste Erhebung der ganzen Strecke, der Erbeskopf, bezwungen. Dem schönen Naheradweg folgend, der durch Idar-Oberstein, Kirn, Bad Sobernheim, Bad Kreuznach führt,  gelangten die Akteure an die Nahemündung bei Bingen. Als erstes Etappenziel hatten sie sich Kaub am Rhein ausgesucht, welches nach 140 km auf dem Rad und dem Übersetzen mit der Rheinfähre erreicht wurde. Das 2. Etappenziel sollte Wetzlar sein. Voraussetzung war, den hügeligen Taunus zunächst bis Limburg zu durchqueren, um dann am Lahnradweg entlangfahrend, vorbei an Weilburg, nach 125 km in Wetzlar einzutreffen.


Homberg (Efze) lautete das nächste Tagesziel. Aufgrund zahlreicher Steigungen sollte es eine etwas anspruchsvollere Etappe werden. Marburg hatte man als Vormittagsziel anvisiert. Dann ging es mit stetigem Ostkurs weiter mit einer Bergankunft in Amöneburg, über Stadt-Allendorf und Schwalmstadt. Nach 140 km wurde dann Homberg, eine kleine Stadt mit beeindruckendem mittelalterlichen Marktplatz, erreicht.


Immer noch frohen Mutes wurde am nächsten Morgen die 4. Etappe unter die Pedale genommen. Im Tagesverlauf kam die Truppe unter anderem durch Melsungen, Hessisch Lichtenau, Bad Sooden, Heiligenstadt. In Duderstadt, der Hauptstadt der nordhessischen Region Eichsfeld, wurde nach 105 km ein bayerisches Hotel bezogen, in dem eine entsprechend zünftiger Abend verbracht wurde.


Tags darauf näherte man sich respektvoll dem Harz. Doch nur zu Beginn der Durchquerung musste eine 12 km lange Steigung überwunden werden. Nach einer anschließenden längeren Abfahrt und den Hinweisen eines erfahrenen einheimischen Radfahrers gelangten die Pedalritter in das landschaftlich imposante Bodetal. Die letzte längere Steigung der gesamten Tour wurde bewältigt und nach einer rasanten Abfahrt das Städtchen Thale erreicht. In Quedlinburg, dem Tagesziel, gönnten sich die Herrschaften dann eine etwas noblere Unterkunft (4 Sterne). Beeindruckend war hier der Besuch der bezaubernden, mit Fachwerkhäusern gespickten Innenstadt (UNESCO Weltkulturerbe). Die mittlerweile etwas angeschwollenen Oberschenkel hatten an diesem Tag 125 km hinter sich gebracht.


Weiter ging es durch die leider nur in geringem Maße „blühenden Landschaften“ Sachsen-Anhalts. Vorbei an großflächig brachliegenden Ackerflächen und diversen Industrieruinen - teilweise erst nach der Wende errichtet-, den Städten Stassfurt, Calbe und Barby, erreichte man erstmals das Ufer der Elbe. Eine Fähre verhalf hier zur Weiterfahrt nach Belzig, dem letzten Tagesziel vor Berlin, ein attraktives Städtchen, das sich allerdings ziemlich menschenleer darbot. Ein Eindruck, der sich in allen Städten der „neuen Länder“ , die durchfahren wurden, einstellte. Befragte man die Einheimischen nach den Gründen bekam man stets die gleiche Antwort: „Es gibt hier zu wenig Arbeitsplätze, die meisten sind rüber in den Westen oder ins Ausland!“


Nach den 135 km des Vortages (davon 100 km im Regen) standen für die letzte Etappe nur noch 70 km auf dem Programm.


In nordöstlicher Richtung radelnd, Potsdam passierend, erreichte die fröhliche Radlertruppe kurz hinter der Glienicker Brücke, bekannt durch zahlreiche Agentenaustausch-Aktionen,  erstmals das Ortschild von Berlin. Am Wannsee vorbei ging es zum Hotel in unmittelbarer Nähe des Grunewaldes. Das ferne Ziel war erreicht, ohne Unfälle, ohne gravierende technische Probleme oder sonstige unliebsamen Zwischenfälle.


Es schlossen sich zwei erlebnisreiche Tage und Nächte in Berlin an. Diverse Sehenswürdigkeiten (Potsdamer Platz, Holocaust Denkmal, Brandenburger Tor, Reichstag, Alexanderplatz, Museumsinsel, Prenzlauer Berg, Kurfürstendamm etc.) wurden, teilweise mit Fahrrad, aufgesucht. Zum Abschluss schaute sich die Truppe das Treiben zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor an. Hier wurde als Ersatz für die abgesagte Loveparade auf einer Strecke von 2 km eine riesige Techno-Partie gefeiert. Die Pölerter Landeier zeigten sich einigermaßen beeindruckt von dem teilweise sehr exzentrischen, skurrilen, bizarren Publikum.


Mit sehr vielen neuen Eindrücken und erlebnisreichen Tagen im Gepäck begaben sich die Herren am darauf folgenden Tag auf den Heimweg (nicht mehr mit dem Fahrrad!).

Berlin - Brandenburger Tor

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v.L.n.R. Joachim Backes, Peter Köhl, Oliver Detemple, Udo Lorscheider, Jörg Pleines, Rainer Kropidlowski, Joachim Wagner, Stefan Köhl

 

PÖ-WÖ 2003

Pölert - Bad Wörishofen 2003

Leider gibt es hierzu kein Tourbericht oder Bild!

 

PÖ-MI 2000

Pölert - Mailand 2000

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Unter diesem Motto stand eine nicht alltägliche sportliche Herausforderung, der sich 6 Pölerter (Karl-Heinz Gauer, Udo Lorscheider, Christoph Weber, Stefan Köhl, Andreas Köhl, Peter Köhl), 1 Rascheider (Joachim Wagner), 1 Rüdesheimer (Jörg Pleines) und 2 Bad Wörrishofener (Herrmann-Josef Detemple u. Peter Kreuzer) stellten.


Der Plan

Es sollten Freunde in Mailand besucht werden, allerdings nicht mit Auto, Zug oder Flugzeug. Mit dem Fahrrad sollte das ferne Ziel erreicht werden. Das gemeinsame Vorhaben wurde 1998 ins Auge gefasst und im letzten Jahr konkret geplant.
Am 10.06.2000 fiel der Startschuss zur 1. von 7.Etappen.


Die Strecke

Die Strecke (141km) führte über St.Wendel, Neunkirchen, Bexbach, Homburg zum Etappenziel nach Etang Hanau in der Nähe von Bitich im Elsaß.


Die längste Etappe, nämlich 168 km, wurde am 2.Tag bewältigt. Über Hagenau ging es zurück nach Deutschland, dem Rhein flussaufwärts folgend nach Kehl und dann in Richtung Breisach. Auf einem Campingplatz in Ihringen fand die 2. Etappe ihr Ende.


Unter optimalen Wetterbedingungen ging es am 3. Tag wieder nach Frankreich, am Rhein vorbei bis Weil am Rhein, Abstecher nach Basel, zurück nach Deutschland zum Zielort Rheinfelden.


Die 4. Etappe wurde vom Steckenprofil recht anspruchsvoll, schließlich befand man sich in der Schweiz. Nach einigen deftigen Anstiegen wurde Arau erreicht, über Suhrsee ging es nach Luzern. Bemerkenswert sind die sehr gut ausgeschilderten Radwege in der Schweiz. Am wunderschönen Vierwaldstädtersee vorbei endete der Radweg in Beckenried, von hier musste mit der Fähre übergesetzt werden um über Gersau nach Flüelen zu gelangen, dem Ziel der 4. Etappe. Hier hatte Christop Weber, Fahrer des Begleitfahrzeuges und wichtigster Mann im Team, unmittelbar am See das Wohnmobil und die Zelte platziert.


Am 5. Tag stand den Akteuren die schwierigste Etappe bevor. Der Gotthard Pass wartete auf seine Überquerung. Hinter Armsteg begann der Alpaufstieg, über Göscheen führte der Weg in die Schöllenenschlucht, wo über eine Strecke von 6 km Anstiege von 10.12% bewältigt werden mussten. Nach einer kurzen Rast in  Andermatt wurde dann die Passhöhe in Angriff genommen. nach 9 km mit durch. 7% Steigung war in 2108 m der höchste Punkt der ganzen Reise errecht. ach einer kurzen Rast und dem Wechsel der durchgeschwitzten Klamotten ging es 18 km abwärts nach Airiolo und von dort weiter durch dauswundervolle Panorama des Tessins bis nach Biasca, wo die erfolgreiche Bezwingung des Gotthards ausgiebig gefeiert wurde.


In der vorletzten Etappe wurde weiter südlich durch den Tessin geradelt. Auf überwiegend abschüssiger Strecke gelangte die Truppe nach Bellinzona, anschließend wartete nochmals ein 5 km Anstieg um dann zu einer Rast im sommerlichen Lugano zu verweilen. 


Der Rest der Etappe  führte zum Campingplatz nach Como. Nach einem äußert heiteren Abend und internationalen Bekanntschaften ging es am 7. Tag auf die Schlussetappe nach Mailand. Hochsommerlicher Temperaturen begleiteten das Team auf dem Weg in die Haupotstadt der Lombardei.


Piazza Duomo

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Auf der Piazza Duomo mit dem imposanten Kirchenbauwerk im Hintergrund wurde die Zielankunft fotografisch dokumentiert.

Von den italienischen Freunden bereits erwartet, wurde die Großstadt in Richtung Süd-Osten durchquert um dann das endgültige Ziel, nach 825 km, ca. 3000 Höhenmetern und 40 Stunden im Sattel, am Stadtrand von Mailand zu erreichen.

Durchweg gutes Wetter, ein guttrainiertes und homogenes Team sowie leistungsfähiges Fahrradmaterial ließen die Tour zu einem bleibenden Erlebnis werden.

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Das Ziel ist erreicht!

Das PÖ-MI 2000 Team bedankt sich bei den nachfolgenden Sponsoren für die Unterstützung:

  • GKN-Walterscheid - Trier

  • SHS-Sport - Waldrill

  • Massagepraxis Fredi Kohlhaas - Hermeskeil

  • Gasthaus Altenhofen - Pölert

  • Gasthaus Thommet - Pölert/Bahnhof

  • Gasthaus Wild Boar - Gusenburg

  • Wanderfreunde Pölert

 

Alle Tour-Bilder der Radsportfreunde